Naturschutz

Tierschutz ernstnehmen

Wohnungsbau innerhalb eines Naturgebiets verhindern. Tierschutz ernstnehmen!

Einleitung

In den Jahren 1996 bis Anfang 2018 wurde mit großer Freude beobachtet, wie zwischen Jülicher Straße, neuer Autobahn 4, Aldenhovener Straße und Saarstraße/Siedlung Ost, ein wunderbares, zusammen hängendes Naturgebiet geschaffen wurde, welches unmittelbar an Stadtmitte anschließt und um welches jede andere Stadt sicherlich unsere Stadt beneidet.

Als Anwohner beobachteten und beobachten wir eine wachsende Tierwelt. Folgende Tiere wurden nachweislich beobachtet:

  • Rehe
  • Dachse
  • Füchse
  • Eichhörnchen
  • Marder
  • Hasen
  • Igel
  • Frösche
  • Eidechsen
  • Wildbienen
  • Libellen
  • Specht
  • Fischreiher
  • Greifvögel
  • Fasane
  • Fledermäuse
Gefördert wird dies noch durch das Feuchtgebiet, welches von RWE als Regenrückhaltebecken ausgewiesen ist, direkt hinter den Häusern Königsberger Straße Nr. 78 – 94, welches auch bebaut werden soll.

Dieses Gebiet wird von Wanderfreunden (siehe ausgeschilderte Wanderwege), Joggern, Walkern, Radfahrern, Reitfreunden, Kutschfahrern, Hundebesitzern oder einfach nur Anwohnern und weiteren Bewohnern unserer Stadt in großer Zahl zur Erholung genutzt und gerne aufgesucht.

Unsere Fragen

01 / Wohngebiet mitten in Naturgebiet

Diese Frage wurde am 04.10.2018 schriftlich an Bürgermeister und Fraktionen geschickt.
Wieso muß man in ein solch tolles Naturgebiet eine Wohnsiedlung bauen?

Antworten der Stadt Eschweiler

Antworten seitens des Bürgermeisters und der angefragten Fraktionen. Stand: 25.08.2019
Infolge stetig steigender Bevölkerungszahlen und des anhaltenden Bedarfs an Wohnbaugrundstücken in Eschweiler zählt es zu den allgemeinen Zielen der Stadt, weitere Wohnbauflächen an geeigneten Standorten zu entwickeln. Aufgrund der Innenstadtnähe und der rechtlichen Voraussetzungen eignen sich die Flächen nördlich der Königsberger Straße in besonderem Maße für die Entwicklung eines Wohngebietes. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben sowohl eine Artenschutzvorprüfung als auch ein Landespflegerischer Fachbeitrag erstellt, in dem Eingriff- und Ausgleich des Vorhabens bilanziert und erforderliche Ausgleichsmaßnahmen ermittelt werden.

02 / Tierschutz

Diese Frage wurde am 04.10.2018 schriftlich an Bürgermeister und Fraktionen geschickt.
Was ist mit den Tierpopulationen wenn diese Siedlung entsteht?

Antworten der Stadt Eschweiler

Antworten seitens des Bürgermeisters und der angefragten Fraktionen. Stand: 25.08.2019
Grundsätzlich ist jede Bebauung von Freiflächen mit dem Verlust von Lebensräumen für die heimische Tierwelt verbunden. Bisherige Nutzungsart und Strukturreichtum der Flächen bestimmen unter anderem die Wertigkeit des Lebensraums. Die Flächen des o.a. Plangebietes sind überwiegend durch intensive landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Für die angeführten Tierarten, die sicher auch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zu sehen sind, dürften vielmehr die angrenzenden Flächen des Vöckelsberg bzw. der Kippe „Wardenslinde“ als Lebensraum dienen. Als Ausgleich für den Verlust der Freifläche sind im Norden des Plangebietes Kompensationsmaßnahmen vorgesehen. Hier werden weitere Flächen aus der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen und als strukturreiche Lebensräume gestaltet.

03 / Naturschutzgebiet

Diese Frage wurde am 04.10.2018 schriftlich an Bürgermeister und Fraktionen geschickt.
Warum wird dieses Gebiet nicht einfach zum Naturschutz-, Wasserschutz- oder Landschaftsschutzgebiet erklärt?

Antworten der Stadt Eschweiler

Antworten seitens des Bürgermeisters und der angefragten Fraktionen. Stand: 25.08.2019
Die Ausweisung bzw. Festsetzung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten erfolgt nach den Vorgaben und Kriterien des Bundesnaturschutzgesetzes und des Landesnaturschutzgesetzes NW. Zuständig für die Festsetzung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten ist hier die Untere Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen und nicht die Stadt Eschweiler.

04 / Umsiedlung

Diese Frage wurde am 04.10.2018 schriftlich an Bürgermeister und Fraktionen geschickt.
Wohin mit den Fröschen und Fischreihern, wenn diese Feuchtgebiete verschwinden?

Antworten der Stadt Eschweiler

Antworten seitens des Bürgermeisters und der angefragten Fraktionen. Stand: 25.08.2019
Bei dem angeführten „Feuchtgebiet“ handelt es sich um den Tiefpunkt der Ackerfläche vor der Wallschüttung zur Danziger Straße hin. An diesem Tiefpunkt bildet sich nach einem Starkregenereignis eine mehr oder weniger große Wasserfläche, die sukzessive wieder verschwindet. ... Luftbilder aus den Jahren 2005 bis 2016 sowie Fotos aus dem Jahr 2017 belegen, dass die Fläche des bezeichneten Feuchtgebietes immer einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung unterlag und unterliegt. Die Funktion eines wertvollen Lebensraumes für den Grau- oder Fischreiher sowie als Laichgewässer ist daher zurzeit nicht gegeben.

05 / Vor Ort

Diese Frage wurde am 04.10.2018 schriftlich an Bürgermeister und Fraktionen geschickt.
Warum waren unsere Politiker nicht mal hier und haben sich das angeschaut?

Antworten der Stadt Eschweiler

Antworten seitens des Bürgermeisters und der angefragten Fraktionen. Stand: 25.08.2019
Diese Frage kann von Seiten der Fachämter nicht beantwortet werden.

06 / Fehlende Ortskenntnis

Diese Frage wurde am 04.10.2018 schriftlich an Bürgermeister und Fraktionen geschickt.
Kann es sein, dass bei den Planungen zum Bau der Siedlung nur nach Flächenplan und Stadtplan entschieden wurde?

Antworten der Stadt Eschweiler

Antworten seitens des Bürgermeisters und der angefragten Fraktionen. Stand: 25.08.2019
Flächenentwicklungen erfolgen nach gründlicher Recherche und auf Basis von Ortsbesichtigungen. Hier werden alle verfügbaren Plangrundlagen berücksichtigt und im Vorfeld Stellungnahmen von betroffenen Fachbehörden und –ämtern eingeholt.
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